Versorgungssicherheit

Wir geben zu jeder Zeit alles dafür, Sie zuverlässig mit Erdgas und Storm zu beliefern.

 


Informationen zur aktuellen Lage

Ist die Energieversorgung in Deutschland gefährdet?

Sicher ist: In dieser noch andauernden Heizperiode bis April wird jeder Gas- und Fernwärmekunde eine warme Wohnung haben. Wir haben in Europa Sicherungsmechanismen, die in einer Engpasssituation greifen. In jedem Fall sind Haushaltkunden und Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt. Auch würden vertraglich geregelte Abschaltvereinbarungen mit der Industrie oder der Wechsel auf andere Energieträger die Nachfrage nach Erdgas drosseln. Die Energiewirtschaft steht in engem Austausch mit der Regierung. Sie beobachtet die aktuelle Lage genau und bewertet sie regelmäßig entlang der bestehenden Vorsorgepläne neu. 

Woher beziehen wir unser Gas?

Im Gegensatz vom Strommarkt gibt es im Gasmarkt aktuell kein Herkunftsnachweissystem.
Das wird sich ggf. ändern, ist auch schon länger politisch in der Diskussion, aber noch nicht etabliert. Dies hat zur Folge, dass wir im Strom bewusst Einfluss nehmen können, aus welchem Herkunftsland wir unsere Energie beziehen und im Erdgas bisher nicht. Hier kaufen wir von den Händlern den Deutschland-Mix. Dieser setzt aus verschiedenen Herkunftsländern zusammen wie den Niederlanden aber auch bis zu 40 % aus Russland.
Um hier aktiv einen Schritt in eine Zukunft unabhängig von fossilen Brennstoffen und bestimmten Herkunftsländern zu machen, planen wir die zeitnahe Einführung eines neuen Tarifes, dem Naturgas. Dieser besteht aus Wasserstoff und einer Biogasbeimischung und ist somit zusätzlich CO2 neutralgestellt. Somit lösen wir schrittweise die Verwendung von Erdgas ab.

Wie stellen Sie sich Ihrer Verantwortung?

BDEW: „Die Energiewirtschaft weiß um ihre große Verantwortung und nimmt sie in dieser besonders ernsten Situation in aller Besonnenheit an. Wir unterstützen die Bemühungen der europäischen Institutionen und insbesondere der deutschen Bundesregierung, die Versorgungssicherheit auf einem möglichst hohen Niveau zu gewährleisten und gleichzeitig im europäischen Verbund mit aller Klarheit und Entschiedenheit gegenüber der russischen Regierung aufzutreten.“1

1Quelle: BDEW - Deutsche Energiewirtschaft: Verantwortung für Versorgungssicherheit

Wie sehen die Alternativen aus, um Deutschland weiter mit Erdgas zu versorgen?

„Die Energiewirtschaft prüft alle Optionen und wird Maßnahmen ergreifen, die kurz-, mittel- und langfristig die Energieversorgung unabhängiger und unser System resilienter machen. Deutschland wird auch weiterhin ein Energie-Import-Land bleiben. Insbesondere für die kurzfristigen Maßnahmen kommt es vor allem darauf an, zusätzlich gesicherte Leistung zu realisieren. Dies kann auch temporär Einfluss auf kurzfristige Emissionsreduktionsziele haben.“1

Generell kann Europa auf einen breiten Liefermix bauen: Gas kommt gewissermaßen aus allen Himmelsrichtungen nach Europa und somit auch nach Deutschland. Hinzu kommt die sehr gute Gasspeicher-Infrastruktur insbesondere in Deutschland sowie das europäische Gas-Verbundnetz, dass den innereuropäischen Gas-Austausch ermöglicht und das in den vergangenen Jahren immer stärker ausgebaut worden ist. Aktuell kommt auch verstärkt Flüssigerdgas via Großtanker aus den USA. In gewissem Umfang besteht die Möglichkeit, zusätzliche Flüssigerdgas-Mengen zu beziehen. Die derzeit größten LNG-Anbieter sind Katar, Australien und auch die USA. Insbesondere dort sind viele Produzenten in der Lage, ihre Angebotsmenge kurzfristig auszuweiten, um auf Nachfrageschwankungen zu reagieren. Mittelfristig wird der massive Ausbau Erneuerbarer Energien, eine diversere Lieferstruktur und der Hochlauf von Wasserstoff bedeutsam für eine diversifizierte Versorgungssicherheit sein. Wir müssen unabhängig von fossilen Energieträgern werden.  

1Quelle: BDEW - Deutsche Energiewirtschaft: Verantwortung für Versorgungssicherheit

 

Kann die Erdgas-Versorgung ohne Russland im nächsten Winter gesichert werden?

Die Energiewirtschaft beobachtet die Situation sehr genau und ist in ständigem Austausch mit dem Bundeswirtschaftsministerium, um die Lage zu analysieren. Je besser wir die Gasversorgung diversifizieren können, desto besser können wir uns auf die Situation vorbereiten. Für einen Wegfall der Importe brauchen wir zusätzliche Strukturen und den starken europäischen Verbund. 

 

Was heißt das für die Preise?

Auch wir blicken mit zunehmender Sorge auf die Preisentwicklung im Strom- und Gasmarkt. Die Folgen der Krise werden einen unübersehbaren Einfluss auf die Beschaffung der Unternehmen haben und somit auf die Preisbildung haben. Generell werden Energiepreise von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Daher machen wir zur Entwicklung der Preise grundsätzlich keine Prognosen. Aber natürlich ist der Konflikt in der Ukraine, insbesondere dann, wenn hierdurch weniger Gas aus Russland geliefert würde, ein Faktor, der den Gaspreis beeinflusst und erhöht. 

Warum finde ich kein Angebot Angebot zu einem Laufzeitprodukt?

Wie Sie bereits den Medien entnehmen konnten, kommt es derzeit zu besonderen Ereignissen auf den Energiemärkten infolge der politischen Situation.

Die Beschaffungskosten für Strom und Gas sind deutlich gestiegen. Die Preise steigen aktuell täglich, dies hat zur Folge das wir unseren Bestandskunden zum aktuellen Zeitpunkt kein preislich attraktiveres Angebot unterbreiten können, wie die Konditionen in Ihrem bereits bestehenden Vertrag. Wegen dieser anhaltenden Turbulenzen an den Energiemärkten können wir derzeit für Neukunden keine Tarife mit Preisgarantie anbieten. Aus diesem Grund können wir Neukunden nur die Preise unserer Grund- und Ersatzversorgung anbieten.

Wir bedauern diese Entwicklung sehr. Deshalb bitten um Ihr Verständnis und möchten uns für eventuell entstehende Unannehmlichkeiten entschuldigen.  

Wie unterstützt SpreeGas einkommensschwache Haushalte?

Relevante Preiserhöhungen sind in der Energieversorgung unumgänglich. Sollten deshalb Kundinnen und Kunden in Zahlungsschwierigkeiten kommen, unterstützt der Kundenservice von SpreeGas auf unterschiedlichen Ebenen. Ratenzahlungen oder vorübergehende Stundungen können vereinbart werden, ebenso wird zu Energiesparmöglichkeiten beraten.

Welche Rolle spielt LNG am Weltmarkt?

LNG ist vor allem in Asien gefragt, weil diese Länder eine hohe Energienachfrage haben und zudem viele Bereiche von Kohle auf Gas umstellen. Dazu kommen Nachholeffekte, weil die Wirtschaft nach Corona wieder nach mehr Energie verlangt. Ein weiterer großer Importeur ist die wachsende Volkswirtschaft in Brasilien. In Europa, besonders in Deutschland, werden wir hauptsächlich mit Pipelinegas, etwa aus Russland, Norwegen oder den Niederlanden versorgt. Da der Bedarf aber in Europa auch steigt und Erdgas nicht mehr nur über Pipelines zu uns transportiert wird, trägt LNG zu einer weiteren Diversifizierung und Flexibilisierung der Importquellen für Erdgas in Europa und in Deutschland bei. Mit seiner logistischen Flexibilität sorgt LNG auch für eine Stärkung der weltweiten Versorgungssicherheit. 

Was passiert, wenn Russland die Gaslieferungen nach Deutschland kurzfristig einstellt?

Das Erdgasnetz in Brandenburg und Berlin ist Teil des europäischen Verbundnetzes und im Fall einer Mangellage sichert das europäische Solidaritätssystem die Belieferung durch andere EU-Mitgliedsländer ab. Sollte es im Zuge der aktuellen politischen Situation zu einer drastischen Reduzierung des Gasbezugs aus Russland kommen, dann greifen außerdem in Deutschland gesetzlich festgeschriebene Notfallpläne, in denen vor allem Verbraucherinnen und Verbraucher geschützt werden. Ein solches Szenario ist aber aus Sicht von SpreeGas nicht wahrscheinlich. Eine milde Wetterlage und das Ende der Heizperiode halten die Nachfrage nach Gas zudem niedrig.

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