04.02.2020

Hilfe für schwerstkranke Kinder und ihre Familien

SpreeGas unterstützt das Johanniter-Kinderhaus „Pusteblume" in Burg. Kurz vor der Fertigstellung konnten wir einen Blick hineinwerfen.

„Das Kinderhaus Pusteblume ist unser Herzensprojekt“, sagt Andreas Berger-Winkler, Bauherr und Vorstand des Regionalverbandes Südbrandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Noch sind die Bauarbeiten am Kinderhaus „Pusteblume“ in Burg (Spreewald) in vollem Gange. Doch am 1. Mai 2020 soll alles fertig sein. „Dann feiern wir ein großes Fest und laden Mitarbeiter, Unterstützer, Anwohner und alle Interessierten zu einem Rundgang ein“, sagt Andreas Berger-Winkler, Vorstand des Regionalverbandes Südbrandenburg  der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH).

Spatenstich war im September 2018. Auf dem 12.000 Quadratmetern großen Grundstück mitten im Erholungsgebiet entsteht seitdem ein Dreiseitenhof zur palliativen und intensiv-medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. In dem Pilotprojekt werden erstmals ein stationäres Kinder- und Jugendhospiz und eine ambulant betreute Wohngruppe kombiniert.

Entlastung für Familien

„Anders als bei Hospizen für Erwachsene entsteht hier kein Sterbehaus, sondern ein Ort, an dem schwerstkranke Kinder liebevoll versorgt werden und Familien Beistand erhalten und somit einen Entlastungsaufenthalt wahrnehmen. Auch Geschwisterkinder sind ausdrücklich erwünscht, denn genau wie die Eltern müssen sie lernen, mit der Situation und im späteren Verlauf mit der Trauer umzugehen“, so Andreas Berger-Winkler.

Rund 50 Schwestern und Pfleger, Ärzte sowie Sozial- und Heilpädagogen werden sich um die Kinder und Jugendlichen im Alter von 0 bis 18 Jahren kümmern. Für sie stehen 12 stationäre Plätze und eine Wohngruppe im Kinder- und Jugendhospiz und eine betreute Wohngruppe mit acht Zimmern zur Verfügung. Das Kinderhaus „Pusteblume“ entsteht aus langjähriger Erfahrung der Johanniter im ambulanten Hospizdienst, der ambulanten Kinderpflege und ihrer Kinder- und Jugendarbeit. 

Leben findet im Gemeinschaftsbereich statt

Am Giebel des Dreiseitenhofs befinden sich die für den Spreewald typischen gekreuzten Schlangenköpfe.

Im Vorfeld der Bauplanungen fragten Andreas Berger-Winkler, sein Team und die Planungsgruppe Professor Sommer betreute Familien, Mitarbeiter, Kinder- und Klinikärzte, wie das Kinderhaus gestaltet werden soll. Sie besuchten andere Hospize in Deutschland, um sich inspirieren zu lassen. Herausgekommen ist ein Dreiseitenhof mit einer Wohnfläche von 3.200 Quadratmeter. Hohe Decken und große Fenster mit Blick u.a. auf den Kurpark von Burg spenden viel Licht. Das Erdgeschoss ist barrierefrei. Breite Gänge und Türen ermöglichen es, Betten überall hin schieben zu können. Auch nach draußen, wo  Spielplatz, Obstgarten, Streichelgehege und ein Grillplatz entstehen werden. Zusätzlich verfügt jede Außenlampe über einen eigenen Stromanschluss, um notwendige medizinische Geräte anschließen zu können, wenn sich die Kinder im Garten aufhalten.

„Das Leben findet im Gemeinschaftsbereich statt. Familien sollen miteinander ins Gespräch kommen und Erfahrungen austauschen. Die Kinder können sich kennen lernen, zusammen lachen und spielen“, wünscht es sich Andreas Berger-Winkler. Zudem wird es eine Küche zum Selberkochen, eine Leseecke, eine Kinderwerkstatt und einen Toberaum geben. In einem Raum der Stille werden Familien die Möglichkeit haben, in Ruhe Abschied nehmen zu können.

SpreeGas engagiert sich für eine Vielzahl von sportlichen, kulturellen und sozialen Projekten in der Region. Damit soll auch die Arbeit der vielen oftmals ehrenamtlichen Helfer gewürdigt werden. Die Spende für das Johanniter-Kinderhaus „Pusteblume“ fließt u.a. in den Aufbau und Betrieb des Kinderhauses.

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